Gruselige Orte Schweiz-Diana & Julius

Warum macht Grusel Spass?

Ein leichter Schauer, der einem über den Rücken läuft und ein pochendes Herz in der Brust – es ist Angst. Aber warum fasziniert sie so? Experten nennen dies «Angstlust». Wir begeben uns absichtlich in eine Situation, die uns Angst bereitet, wie zum Beispiel auch eine Achterbahnfahrt, weil wir uns am Kick des ansatzweisen freien Falls berauschen. Doch wir wissen, dass diese Situation künstlich herbeigeführt ist und daher geniessen wir einen schaurig-schönen Moment. Bei einer Fahrt durch eine Geisterbahn passiert Ähnliches und ein spannendes Buch löst natürlich die gleiche Reaktion aus. Rein bio-chemisch überkommt uns ein Hormongemisch, welches aus unterschiedlichen Botenstoffen besteht.

Also, her mit dem Grusel!

Auch Kinder lieben kalkulierbare Schreckmomente. Kleinen Kindern macht es sogar richtig Spass, wenn Papa sie hochwirft und im letzten Moment wieder auffängt. Sie quietschen vor Vergnügen, denn das Kribbeln im Bauch ist so schön. Doch es gilt natürlich eine ausgewogene altersgerechte Dosierung anzuwenden. Aus diesem Grund habe ich in einem Jugendbuch extra auf Blutvergiessen verzichtet, aber dennoch nicht am Grusel gespart. Wie dies gelingt, kann man natürlich am besten nachvollziehen, wenn man das Buch liest. Ich verlinke daher an dieser Stelle noch einmal auf Amazon, denn dort findet man Rezensionen.

Und wo kann man sich in der Schweiz gruseln?

Im Hotel Val Sinestra (Sent, GR) soll es einen Hausgeist geben. Huch! Ein Grund dorthin zu fahren, denn Hausgeist Hermann lässt Wanduhren urplötzlich runterfallen oder sorgt dafür, dass Schlüssel sich ohne Zutun im Türschloss drehen. Auch soll er noch für eine ganze Reihe anderer kleiner Grusel-Streiche verantwortlich sein.

Horace Davinet erbaute das Grandhotel Giessbach (Brienz, BE)  in den Jahren 1873/74. Man sagt, dass sein Geist bis heute in den noblen Gemäuern des Hotels steckt. Besonders im Winter, wenn wenig Betrieb ist, kann man seine Präsenz spüren. Ansonsten bestätigen Gäste und Personal, dass im Kurhaus, dem ältesten Gebäudeteil, manchmal Schritte zu hören sind, aber niemand nachvollziehen kann, von wem.

Wer das alles nicht glaubt, sollte hinfahren und herausfinden, ob es stimmt oder nicht. Und wer den Kick braucht, sollte natürlich auch hinfahren. 🙂

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