Friseur_Kommunikationsmeister

Auszug Szene 34, Poesie Chefdramatiker als Einstimmung im Frisierstübchen…
Chefdramatiker, in der Nähe des Bergsteigers, ruft begeistert:

«Ich möchte bitte Haare schneiden und Friseur sein!» Dann dreht er sich zum Publikum und sagt mit gleicher und sehr weicher Stimme:

«Ich mach’ jetzt Seminare zum Thema schöne Haare.
Ich bin doch der Friseur, gleich auch Saboteur!
Manch Klientel mit ihrem Wunsch ein Ziel verfehl!

Aus blond wird braun, aus grau wird schwarz.
Ich muss mich traun’, will in die Charts!
Form die Wolle nun zur Tolle,
leg die Locken richtig trocken,
muss nicht gähnen, bei den Strähnen,
nein, das ist doch mein Metier!

Muss doch jeden hier bedienen,
Männer, Frauen, Omas, Kinder.
Und wenn ich vorm Spiegel steh’?
Dann ist niemand mehr im Laden und ich ordne die Maschinen,
stell’ die Hauben in die Ecke,
nehm’ den Besen und verdecke,
Zotteln, Strähnen, viele Haare,
in das Loch ich sie nun fahre,
Besen, mach doch endlich schnell!
Morgen geht’s hier richtig weiter,
denn es wird schon wieder hell.

Such die Leiter, will sortieren Schere, Wickler und auch Kamm.
Explizieren, diskutieren, mit dem Kunden dreh’ ich Runden,
führ’ Gespräche, muss viel reden, denn das ist doch mein Programm!»

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