Lyrik-Auszug aus Jagdszenen, Kreativer Gesellschaftsumbruch als Integrationshelfer:

Maître des Humors, blickt belustigt ins Publikum und meint: «Bei anhaltender Kriegslage in vielen Krisengebieten der Welt (…) Es strömen doch massenhaft Menschen nach Europa (…).

Kämpfende Männer, vom Zorne besessen,
haushohe Wellen im Sturm unvergessen.

Boote voll Tränen und Boote voll Leid,
erloschen ist längst schon die Heiterkeit.

Schreiende Kinder von Qual getrieben,
zerbombte Heimat, nicht Wahl geblieben!

Wellen so hoch bedecken das Boot,
Hoffnung doch bleibt, vermindert die Not!

Dass irgendwo Platz ohne Leid sich findet,
dass Liebe sich neu auch in Frieden bindet.

Bibbernde Händchen, die Seele gebrochen,
sterbende Körper, im Herzen gestochen.

Vergessen, vergessen, ach könnte ich nur,
nicht löschen, nicht löschen die Bilderspur!

Bomben und Tod in Krisengebieten,
wer kann denn jetzt noch das Leid verbieten?»

Der Maître hat ein Herz für traumatisierte Seelen. Das Trauma der Flucht weicht nie von dir, wenn du nicht beginnst es abzulösen. Leider ist Heilung oft schmerzhaft. Die Seele zu heilen, ist ein besonders tränenreicher Prozess. Doch es lohnt sich, selbst wenn man alle Qualen erneut durchfühlen muss. Der Rückgewinn von abgespaltenen Seelenanteilen ist eine segenreiche Lebensbereicherung und ein Zugewinn von Energie.

Mehr über Integration in «Kreativer Gesellschaftsumbruch – Mein Leben als Theaterstück.»

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