Giftküche

Der Prosatext befasst sich mit dem Thema Vorverurteilung und mit gewissen Menschentypen. Zum einen die, die Intrigen verbreiten und zum anderen mit denen, die sofort alles glauben. Die Szene 10 symbolisiert als Giftküche, die nährende Quelle der bösen Worte.
Am Bühnenbild werden dazu gravierende Veränderungen vorgenommen. In der Mitte der Bühne entsteht eine Küchenzeile und das Aufbau-Personal des Theaters ist dazu mit Labor-Anzug, Mundschutz, Haarhäubchen und Schutzbrille bekleidet. Behandschuhte Kellner bringen Tabletts mit unterschiedlichsten Substanzen verschiedenster Couleur und positionieren diese auf Tischen und Ablageflächen der Küche. Es zischt und brodelt und farbige Dämpfe strömen aus Gefässen mit bauchigen Kolben.

Musikalisch wird diese Szene von schrillen Tönen und irgendwie toxisch klingender Musik untermalt.
Auf dem Speiseplan sind dann auch dementsprechend Würfelquallen, Seewespen, Pfeilgiftfrösche und anderen köstliche Leckerbissen zu finden.

Wo andre’ wortreich Gifte mischen,
gekonnt und froh das Wort auftischen,
da brodelt der Gerüchtebrei,
mit Lügen, Neid und Hetzerei.

Spätestens dann, sollte man die Giftküche verlassen, denn als nächstes kocht das Essen über oder der Ofen fängt Feuer.
Mehr fantasievolle Bühnenbilder mit Poesie in Kreativer Gesellschaftsumbruch – Mein Leben als Theaterstück.

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